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Präsentation der ASCINA Mobility Studie

By ASCINA | June 19, 2014

Am 5. Juni durften wir voller Stolz als Gäste im Amerika Haus der U.S. Embassy unsere „ASCINA Academic Mobility Study – Why be mobile when sticking is more rewarding“ präsentieren. Mag.a Karin Schmid-Gerlich (Public Affairs/Programs & Exchanges, U.S. Embassy Vienna) hat uns im Amerika Haus willkommen geheißen. Stefanie Meier und Alexandra Dorfer-Novak, die Grazer Autorinnen der Studie, haben gemeinsam mit den ASCINA Betreuern Peter Ertl und Elke Wagner die Daten und die daraus hervorgegangene Broschüre präsentiert.


v.l.nr. Peter Ertl, Stefanie Meier, Elke Wagner, Alexandra Dorfer-Novak


Die Studie wurde in zwei Etappen durchgeführt. Nach qualitativer Erhebung von „Motiven und Problemen“ zur akademischen Mobilität in Österreich wurden Fragen zu sechs Themen mittels Online-Umfrage an die Mitglieder des ASCINA-, Fulbright Alumni-, OeAD- und Euraxess Netzwerkes zu ihren Beweggründen befragt. Besonders interessant war das Ergebnis, dass die Aussicht auf eine wenig glorreiche Rückkehr mit schlechten Chancen im nationalen Wettbewerb die akademische Mobilität ursächlich zu verhindern scheint. Mehr Sichtbarmachung und „Werbung“ für die Vorteile der mobilen FoscherInnen und WissenschafterInnen sowie Anerkennung der erbrachten Leistungen wurden gefordert. Die Ergebnisse der 181 Antworten kann man wie folgt zusammenfassen:

Mobilität
  • 94 % der Befragten haben bereits Auslandserfahrung.
  • 60 % der Befragten hatten zum Zeitpunkt der Befragung ihren Lebensmittelpunkt im Ausland:
    - davon wiederrum knapp 40 % (oder insgesamt 24 %) seit über 10 Jahren im Ausland
    - und über 60 % jener, die bereits im Ausland waren, sind alleine ausgewandert.

Größte Hürden vor dem Auslandsaufenthalt:
Vereinbarkeit mit den Karriereplänen der PartnerInnen und finanzielle Bedenken. D.h. die größten Probleme sind auf privater Ebene anzusiedeln, wobei die finanziellen Bedenken andere Probleme und Sorgen verstärken.

Schwerpunktsetzung:
  • Partnerschaft und logistische Organisation der Familie
  • Finanzierung
  • Soziale Absicherung

Größte Bedenken Rückkehr:
Exklusion aus der Scientific Community; Integration der Familie und Anerkennung der Leistungen.


Schwerpunktsetzung:

  • Langfristige Änderungen auf institutioneller Ebene (Transparenz, Jobvergabe, Auslandserfahrung als Wettbewerbsvorteil)
  • Unmittelbare Unterstützung zum Zeitpunkt der Rückkehr (Interviewgrants, Information & Ratschläge)

Beiträge zur Aufwertung akademischer Mobilität durch den tertiären Bildungssektor könnten sein:

  • Akademische Mobilität und Internationalität sichtbarer machen, direkt durch Lehrperson, Universitäten und Kampagnen: Image akademischer Mobilität verbessern, Hervorhebung Vorteile (s.o.) globaler Kompetenz, verstärkte Bewusstseinsbildung
  • Internationalisierung der univ. Fakultäten und Lehrkörper
  • Finanzierung und verbesserte Austauschprogramme inkl. erleichterte Rückkehr
  • Verpflichtende internationale Lernerfahrungen (inkl. Sprachkursangebote) und einfache Anerkennung

Im Anschluss an die Präsentation gab es im Rahmen einer von Dr. Lonnie Johnson geleiteten Podiumsdiskussion die Möglichkeit, Fragen an die hochkarätigen Gäste aus dem tertiären Bildungs- und Forschungsförderungssektor sowie Migrations-/Mobilitätsexperten zu stellen.


Am Podium v.l.n.r: MMag.a Alexandra Dorfer-Novak (Inst. f. Soziolgie KFU-Graz, Dissertation zur Migration u. Mobiliät), Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund (Präsidentin FWF), Univ.Prof. Dr. Johannes Fröhlich (Vizerektor TU Wien), SK Mag. Barbara Weitgruber, M.A.(Leiterin Sektion Internationales BMWFW), Mag. Dr. M.E.S. Stefan Zotti (Geschäftsleitung OeAD)

Moderation: Dr. Lonnie R. Johnson (Generalsekretär Fulbright Kommission)

Als Anregung wünschten sich die AutorInnen von ASCINA Wien abschließend einen Weblink/eine Broschüre, die mobilen NachwuchswissenschafterInnen auf dem Weg nach Nordamerika mitgegeben werden sollte. Angelehnt an die Euraxess Broschüre könnte diese Broschüre wichtige soziale Fragestellungen für Nordamerika enthalten: Visum, Steuern, Pension, Nostrifizierung, Krankenversicherung, Stellenmöglichkeiten für PartnerIn, logistische Fragen zur Familie, Grants, Interviewgrants, Rückkehrmöglichkeiten, internationale Jobbörsen, Vereine etc.

Schließlich gab es beim anschließenden Buffet die Möglichkeit, sich persönlich auszutauschen und auf eine erfolgreiche Umsetzung der vorgeschlagenen Handlungsschwerpunkte anzustoßen!


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