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Das zweite mexikanische Kaiserreich und seine Verbindungen zu den USA

May 15 @ 6:00 pm - 7:00 pm CEST

Abstract:

Das zweite mexikanische Kaiserreich (1864-1867) unter Maximilian von Habsburg ist eine von der Geschichtsschreibung oft unterschätzte Episode. Die von Napoleon III gesteuerte Intervention in Mexiko hatte geopolitische Konsequenzen und spiegelt das problematische Verhältnis Europas zu seinen ehemaligen Kolonien wider. Kolonialistische Mechanismen, die auch heute noch operieren (speziell im Verhältnis der USA zu den lateinamerikanischen Ländern), hatten zum Teil fatale Konsequenzen für die Entwicklung Mexikos. Die Monroe-Doktrin kam nach Beendigung des Sezessionskriegs zum Tragen und beschleunigte das Ende des Kaiserreichs. Dabei zeigte sich auch, dass die Annäherungsversuche des in einer konservativen monarchischen Tradition stehenden Maximilian, aussichtslos waren und in den USA auf nur wenig Verständnis trafen. Der Tod Maximilians in Querétaro kann und sollte als symbolisches Ende der Gültigkeit des monarchischen Prinzips verstanden werden.

Speaker:

Andreas KurzAndreas Kurz (Zwettl, 1968) studierte Komparatistik und Romanistik in Wien und Puebla (Mexiko). Seit 1999 lebt und arbeitet er in Mexiko. Seit 2006 ist er Professor der Universidad de Guanajuato, wo er das Masterprogramm für lateinamerikanische Literatur ins Leben rief, dem er sechs Jahre vorstand. Von 2016 bis 2024 war er Institutsvorstand. Er publizierte Bücher über den mexikanischen Modernismo, den kubanischen Erzähler Alejo Carpentier, Fragen der Mimesis und verschiedene Themen der mexikanischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 2013 erschien in Venezuela sein Roman La joroba. Ebenfalls 2013 kam in Querétaro der Band El general Riva Palacio y la vajilla de Francisco José heraus, der einige Randerscheinungen des zweiten mexikanischen Kaiserreichs zum Thema hat. 2017 publizierte er den Essay Viena: una ficción. 2023 erschien in Berlin das Buch Die französische Intervention und das zweite mexikanische Kaiserreich. Andreas Kurz ist Mitarbeiter der Kulturbeilagen mehrerer mexikanischer Tageszeitungen und Zeitschriften. Er ist Miglied des Sistema Nacional de Investigadores (SNI) mit Niveau II. Er veröffentlichte über 100 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften und anderen Medien.

Andreas Kurz (Zwettl, 1968) studied Comparative Literature and Romance Studies in Vienna and Puebla (Mexico). He lives and works in Mexico since 1999. Since 2006, he is a professor at the Universidad de Guanajuato, where he founded the Master’s program in Latin American Literature, which he headed for six years. From 2016 to 2024, he was the head of the department. He has published books on Mexican Modernismo, the Cuban novelist Alejo Carpentier, questions of mimesis, and various topics in 19th-century Mexican literature. In 2013, his novel La joroba was published in Venezuela. Also in 2013, the volume El general Riva Palacio y la vajilla de Francisco José, which deals with some peripheral aspects of the Second Mexican Empire, was published in Querétaro. In 2017, he published the essay Viena: una ficción. In 2023, his book The French Intervention and the Second Mexican Empire appeared in Berlin. Andreas Kurz is a contributor to the cultural supplements of several Mexican daily newspapers and magazines. He is a level II member of the Sistema Nacional de Investigadores (SNI). He has published over 100 articles in academic journals and other media.

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