ASciNA Präsidentin Alexandra Lieben, stellvertretende Direktorin des Ronald W. Burkle Center for International Relations an der University of California, argumentiert in ihrem Gastkommentar im Standard, warum eine Doppelstaatsbürgerschaft für Forschende wichtig wäre – auch für den Staat Österreich.
Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die im Ausland forschen, müssen viel zu oft auf ihre österreichische Staatsbürgerschaft verzichten, um ihre Arbeit fortführen zu können. Dabei wäre die doppelte Staatsbürgerschaft für Forschende im nationalen Interesse.
Österreich versteht sich als moderne Wissens- und Innovationsgesellschaft. Gleichzeitig zwingt das geltende Staatsbürgerschaftsrecht viele seiner international erfolgreichsten Wissenschafterinnen und Wissenschafter zu einer Entscheidung, die weder zeitgemäß noch im nationalen Interesse ist: Wer im Ausland – insbesondere in den USA – eine vollwertige Forschungskarriere anstrebt, muss häufig die österreichische Staatsbürgerschaft aufgeben.
Zum Artikel in Der Standard | Kommentar der anderen | Alexandra Lieben
2. März 2026, 07:00
"Ohne US-Staatsbürgerschaft bleiben vielen internationalen Forschenden zentrale Projekte, Förderungen und Leitungsfunktionen dauerhaft verschlossen – selbst nach jahrelanger Spitzenleistung."
Alexandra Lieben
Alexandra Lieben ist stellvertretende Direktorin des Ronald W. Burkle Center for International Relations an der University of California, Los Angeles und Präsidentin von “Austrian Scientists and Scholars in North America” (ASciNA), der Vereinigung österreichischer Auslandswissenschafterinnen und -Wissenschafter in Nordamerika.