ASciNA Award

Der von ASciNA ausgeschriebene und vom Bundesministerium Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) mit Preisgeldern von 10.000 Euro (Junior Principal Investigator), sowie zwei Mal 7.500 Euro (Young Scientist) dotierte ASciNA Award ist ein Wissenschaftspreis, der ausschließlich an NachwuchsforscherInnen für ihre exzellenten wissenschaftlichen Publikationen vergeben wird, die sie innerhalb der letzten zwölf Monate vor Einreichung veröffentlicht und während eines Aufenthaltes an einer nordamerikanischen Forschungseinrichtung erarbeitet haben. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch den österreichischen Wissenschaftsfonds FWF auf Basis einer internationalen Begutachtung.


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ASciNA Award 2019

Die ASciNA Awards 2019 wurden am 14. September im Anschluss an den ARIT 2019 in New York verliehen. Die Preisträger Manuel Egele (Junior PI), Hannes Mikula (Young Scientists Award) Johannes Reiter (Young Scientists Award) wurden für ausserordentliche Forschungsleistungen ausgezeichnet.

Award Ceremony 2019

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Junior Principal Investigator

In der Kategorie "Junior Principal Investigator" wurde Manuel Egele ausgezeichnet für die Publikation “Hardware Performance Counters Can Detect Malware: Myth or Fact?” erschienen in: In ASIA CCS ’18: 2018 ACM Asia Conference on Computer and Communications Security, June 4th, 2018, Incheon, Republic of Korea. ACM, New York, NY, USA.

ASciNA Awardee Manuel Egele
Manuel Egele, ASciNA Preisträger 2019
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Young Scientist Award

Hannes Mikula wurde mit einem "Young Scientist Award" ausgezeichnet. Die prämierte Arbeit “Unraveling Tetrazine-Triggered Bioorthogonal Elimination Enables Chemical Tools for Ultrafast Release and Universal Cleavage”, erschien im Journal of the American Chemical Society 2018 140 (10), 3603-3612.

ASciNA Awardee Hannes Mikula
Hannes Mikula, ASciNA Preisträger 2019
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Young Scientist Award

Johannes Reiter wurde ebenfalls mit einem "Young Scientist Award" ausgezeichnet. Seine ausgezeichnete Publikation „Minimal functional driver gene heterogeneity among untreated metastases“, erschien in Science 361 (6406), 1033-1037, Sept. 2018.

ASciNA Awardee Johannes Reiter
Johannes Reiter, ASciNA Preisträger 2019
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ASciNA Award 2018

Bundesminister Faßmann verleiht ASciNA Awards 2018 an exzellente österreichische WissenschafterInnen in Nordamerika

Claudia Leeb, Andreas Pedroß-Engel und Jelena Todoric wurden für außerordentliche Forschungsleistungen mit den diesjährigen ASciNA Awards ausgezeichnet. Bundesminister Faßmann verlieh die Preise am Samstag, den 8. Dezember im Anschluss an den Austrian Research and Innovation Talk (ARIT) in Washington, DC.

"Internationale Mobilität und die Möglichkeit an ausländischen Forschungsinstitutionen zu arbeiten, ist essentiell für Fortschritte in Wissenschaft und Forschung. Mit der Verleihung der ASciNA Awards 2018 an Claudia Leeb, Andreas Pedroß-Engel und Jelena Todoric würdigen wir die herausragenden Leistungen österreichischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sie im Rahmen ihrer Forschungsarbeit an renommierten Universitäten in Nordamerika erbracht haben. Damit sind sie auch wichtige BotschafterInnen unseres Landes und unserer Hochschulen. Ich gratuliere den beiden Preisträgerinnen und dem Preisträger ganz herzlich“, sagt Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Award-ceremony-2018

Die ASciNA Awards werden in den Kategorien „Junior Principal Investigator“ (JPI) sowie „Young Scientist“ (YS) an junge Forscherinnen und Forscher für exzellente wissenschaftliche Arbeiten vergeben. Sie werden vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit einem Preisgeld von 10.000 Euro (JPI) sowie zwei Mal 7.500 Euro (YS) dotiert und vom ASciNA-Netzwerk ausgeschrieben. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch den österreichischen Wissenschaftsfonds FWF auf Basis einer internationalen Begutachtung.

Junior Principal Investigator

In der Kategorie „Junior Principal Investigator“ wurde dieses Jahr Claudia Leeb ausgezeichnet. Als nunmehrige fortgeschrittene Assistant Professorin an der School of Politics, Philosophy and Public Affairs der Washington State University verfasste sie die ausgezeichnete Arbeit „Power and Feminist Agency in Capitalism: Toward a New Theory of the Political Subject” – eine Monographie, die 2017 im Verlag Oxford University Press publiziert wurde. In dieser Publikation bringt Claudia Leeb die kritischen Theorien von Karl Marx und Theodor Adorno in Dialog mit den psychoanalytischen Theorien des französischen Psychiaters und Psychoanalytikers Jacques Lacan, um Macht und die soziopolitischen Veränderungen in kapitalistischen Gesellschaften zu analysieren. In diesem Zusammenhang entwickelte sie die Idee des Moments der Grenze, die sich auf Momente bezieht, in denen die Machtstrukturen die ArbeiterInnenklasse, Frauen und Minderheiten nicht vollständig unterordnen und transformative Handlungsfähigkeit möglich wird. Zudem entwickelt sie den Begriff des "political subject-in-outline", wonach sich die ArbeiterInnenklasse, Frauen und Minderheiten als politische Subjekte definieren müssen um Machtstrukturen verändern zu können.

Claudia Leeb absolvierte ihr Bachelor- und Masterstudium in Psychologie an der Universität Wien bevor sie einen Master in Gender Studies an der New School for Social Research in New York anschloss. Der nächste Schritt in ihrer Forschungskarriere führte sie zurück an die Universität Wien, wo sie 2001 ihr Doktorat in Psychologie und Wissenschaftsphilosophie erhielt. Darauf folgte 2006 ein Ph.D.-Abschluss in Politische Theorie an der New School for Social Research in New York.

Claudia Leeb

Young Scientist

In der Kategorie „Young Scientist“ wurden Andreas Pedroß-Engel und Jelena Todoric ausgezeichnet.

Andreas Pedroß-Engel wechselte nach seiner Promotion in Informations-und Kommunikationstechnik im Jahr 2014 von der Technischen Universität Graz an das Department of Electrical & Computer Engineering der University of Washington in Seattle, wo er als Postdoc an Mikro- und Millimeterkameras arbeitet. Die mit dem ASciNA Award ausgezeichnete Publikation „Orthogonal Coded Active IIlumination for Millimeter Wave, Massive-MIMO Computational Imaging with Metasurface Antennas“ erschien im Juni 2018 im Fachjournal „IEEE Transactions on Computational Imaging“ und beschreibt ein 3D Kamerasystem basierend auf aktiver Beleuchtung mit elektro-magnetischen Millimeter-Wellen (mmWellen). Die wesentliche Innovation liegt dabei auf der Umsetzung mit mehreren Sendern, die orthogonal-kodierte Signale abstrahlen. Mit diesem neuartigen aktiven bildgebenden Verfahren für aktive mmWellen konnte sowohl die Bildqualität als auch die Bildrate im Vergleich zu bereits bestehenden Systemen wesentlich verbessert werden. Einen wichtigen Beitrag für dieses Wissenschaftsgebiet stellen der – auf einer fundierten Modellierung basierte – experimentelle Aufbau und die daraus gewonnenen Daten dar.

Andreas Pedroß-Engel

Jelena Todoric übersiedelte zwei Jahre nach ihrem 2010 absolvierten Doktorat in Endokrinologie und Metabolismus an der Medizinischen Universität Wien nach Kalifornien, wo sie seither an der University of California, San Diego als Senior Postdoc Scientist im Bereich Onkologie tätig ist. Der mit dem Young Scientist Award ausgezeichnete Artikel „Stress-Activated NRF2-MDM2 Cascade Controls Neoplastic Progression in Pancreas“ erschien im Dezember 2017 im Fachjournal „Cancer Cell“. In dieser Studie konnte Jelena Todoric der Autophagie eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Pankreaskarzinoms zuweisen. Das Pankreaskarzinom ist eine der aggressivsten Tumorarten, für die es in den letzten 40 Jahren keine Fortschritte in der Therapie gab. Die Erkenntnisse der Arbeit von Jelena Todoric, die sowohl am Tiermodell als auch in menschlichen Zellen nachgewiesen werden konnten, haben ein sehr hohes therapeutisches Potential. Jelena Todoric wurde der Forschungsaufenthalt in den USA durch ein Erwin Schrödinger Stipendium des FWF und ein APART Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ermöglicht.

Jelena Todoric

Die feierliche Verleihung der Awards durch Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, fand am 8. Dezember 2018 im Anschluss an den jährlichen Austrian Research and Innovation Talk (ARIT) des Office of Science and Technology Austria in Washington D.C. statt.

"Die ASciNA Awards sind ein öffentlich sichtbares Zeichen der Anerkennung für die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen junger österreichischer Forschender in Nordamerika“, so Faßmann weiter, „Ziel der Awards ist es, eine wissenschaftliche Brücke zwischen Österreich und Nordamerika zu bauen und die außerordentlichen Forschungsleistungen, die junge österreichische Forscherinnen und Forscher im Ausland erbringen, auszuzeichnen. Das ASciNA Netzwerk, das die Preisausschreiben durchführt, ist ein langjähriger und engagierter Partner des Wissenschaftsressorts in Nordamerika. Es trägt in vielfältiger Weise zur Vernetzung der österreichischen Forschenden in Nordamerika bei und bildet ein wichtiges Verbindungsglied zur Forschungscommunity in Österreich und Europa.“

Das Netzwerk österreichischer Forschender in Nordamerika ASciNA wurde 2002 in Washington D.C. gegründet und hat weltweit über 1200 Mitglieder. Neben den ASciNA Awards stellen das ASciNA Mentoring-Programm und die lokale Vernetzung in den ASciNA Chaptern zentrale Aktivitäten des Netzwerkes dar.

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Copyright: Office of Science and Technology Austria - Washington, DC
Courtesy of: Jennifer Heffner Photography

Pressestimmen



ASciNA Award 2017

Die ASciNA Preise 2017 wurden am Samstag, den 7. Oktober, im Rahmen des ARIT in Austin, Texas vergeben.
Dietmar Offenhuber (Junior Principal Investigator), sowie Sandra Eibenberger und Isabella Rauch (Young Scientist) wurden für außerordentliche Forschungsleistungen, die sie in den USA erbracht haben, mit den diesjährigen ASciNA-Awards ausgezeichnet.

„Mit den Auszeichnungen wollen wir die exzellenten Leistungen österreichischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Ausland würdigen. Alle drei Preisträger und Preisträgerinnen haben ihre internationalen Karrieren in Österreich begonnen und sind damit auch wichtige Botschafter unseres Landes und unserer Hochschulen. Der Austausch mit heimischen Spitzenforschern im Ausland fördert den internationalen Forschungsdialog und ermöglicht neue Kooperationsmöglichkeiten, die den Wissenschaftsstandort wesentlich stärken“, sagt Wissenschafts- und Forschungsminister Harald Mahrer.

ASciNA Award 2017

Preisträger Sandra Eibenberger, Dietmar Offenhuber, Isabella Rauch
Copyright: Office of Science and Technology Austria - Washington, DC Courtesy of: Scott Mason Photography

In der Kategorie „Junior Principal Investigator“ wurde heuer Dietmar Offenhuber ausgezeichnet, der nach dem Architekturstudium an der Technischen Universität und erster Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Hagenberg und der Kunstuniversität Linz sein Doktorat im Fachbereich Urban Studies and Planning 2014 am Massachusetts Institute of Technology abgeschlossen hat. Als nunmehriger Assistant Professor an der Northeastern University verfasste er die nun ausgezeichnete Arbeit „Waste Is Information“, welche im September 2017 unter dem Verlag MIT Press publiziert wurde. In dieser Publikation untersucht Dietmar Offenhuber innovative Abläufe und Technologien zum Monitoring und Visualisierung von Abfall-Systemen, um zu ergründen wie Bürger und Stadt-Verwaltungen mittels urbaner Infrastruktur-Systeme interagieren.

Sandra Eibenberger wechselte nach ihrer Promotion im Jahr 2015 an der Universität Wien in Physik als Post-Doctoral Research Fellow an das Department of Physics der Harvard University. Die mit dem ASciNA-Award ausgezeichneten Forschungsarbeit „Enantiomer-Specific State Transfer of Chiral Molecules”, welche 2017 in dem angesehenen Fachjournal “Physical Review Letters” erschienen ist, widmet sich dem Thema der Chiralität (“Händigkeit”) von Molekülen. Chirale Moleküle liegen in zwei spiegelbildlichen Formen – genannt Enantiomere – vor, welche etwa in biologischen und chemischen Prozessen unterschiedliche Effekte hervorrufen können. In ihrer Publikation demonstriert Sandra Eibenberger eine Methode, welche es erlaubt Enantiomere nach Herabkühlung mittels kryogenem Puffergas in einen bestimmten Rotationszustand zu bringen, und dadurch besser trennen zu können. Diese neue Methode der physikalischen Trennung von Enantiomeren hat das Potential, die unterschiedlichen Effekte dieser Molekül-Spiegelbilder einzeln zu untersuchen. Dies hat unter anderem Relevanz im Bereich der Arzneimittel-Entwicklung, wo unterschiedliche Enantiomere desselben Moleküls für erwünschte und unerwünschte Wirkungen verantwortlich sein können.

Isabella Rauch absolvierte ihr Doktorat für Biochemie und Molekulare Biologie an der Universität Salzburg, und übersiedelte nach einem Forschungsaufenthalt an den Max-Perutz Laboratories der Universität Wien im Jahr 2013 an die University of California in Berkeley, wo sie also Post-Doctoral Research Fellow am dortigen Department of Molecular and Cell Biology tätig ist. Die mit dem Young-Scientist Award ausgezeichnete und im Fachjournal Immunity publizierten Arbeit untersucht den Wirkmechanismus eines Immunosoms des Magen-Darm Trakts, welches in den Zellen der Darmschleimhaut eine zentrale Rolle im molekularen Heilungs-Prozess nach Infektionen spielt. Immunosome sind Sensor-Moleküle im Zellinneren, welche nach Eindringen von schädlichen Organismen wie Bakterien, Viren und Toxinen aktiviert werden. Diese Erst-Beschreibung der Kaskade der Immunosom-getriggerten Immun-Aktivierung in der Darmschleimhaut hat unmittelbare Auswirkung auf das Verständnis, wie der Verdauungstrakt mit Hilfe einer koordinierten Reaktion effizient auf eine Infektion reagieren kann.

Beiden Preisträgerinnen in der Kategorie „Young Scientist“ wurde der Forschungsaufenthalt in den USA durch Erwin Schrödinger Stipendien des FWF ermöglicht. Die feierliche Verleihung der Awards durch die zuständige Sektionschefin im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Barbara Weitgruber, fand am 7. Oktober 2017 im Anschluss an den hochkarätig besuchten „Austrian Research and Innovation Talk - ARIT“ in Austin (Texas, USA) statt.

„Es freut mich dass wir heuer mit der Verleihung der ASciNA Preise bereits zum 10. Mal ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen junger österreichischer Forschender in Nordamerika setzen können“, beschreibt Barbara Weitgruber, Leiterin der Sektion für Wissenschaftliche Forschung und internationale Angelegenheiten im BMWFW den Grund für die Vergabe der ASciNA Awards. „Dass das Potenzial der ASciNA Preisträger und Preisträgerinnen ein wirklich herausragendes ist, beweist unter anderem die Tatsache, dass eine der Gewinnerinnen von 2015 heuer einen der begehrten und mit 1,5 Mio. Euro dotierten Starting Grants des European Research Councils einwerben konnte. Das ASciNA Netzwerk ist in unseren Aktivitäten in Nordamerika nicht nur ein langjähriger und engagierter Partner des BMWFW in der Organisation der ASciNA Awards. Es trägt darüber hinaus in vielfältiger Weise zur Vernetzung der österreichischen Forschenden in Nordamerika bei und bildet eine wichtige Brücke zur Forschungscommunity in Österreich und Europa“.



ASciNA Award 2016

Die Gewinner der ASciNA Awards 2016 wurden am 22. Oktober im Rahmen des Austrian Research and Innovation Talk (ARIT) in Toronto (Kanada) bekannt gegeben. Die Preise gingen an den Ökonomen Maximilian Kasy, den Molekularbiologen Georg Winter und den Physiker Philipp Haslinger.

ASCINA Award 2016

Foto: v.l.n.r.: Arno Riedel - Barbara Weitgruber - Georg Winter - Maximilian Kasy - Philipp Haslinger - Klement Tockner - Franz Franchetti - Clemens Mantl
© Office of Science and Technology Austria - Washington, DC. Courtesy of: Josh Fee Photography

Junior Principal Investigator

Der mit 10.000 Euro dotierte "Junior Principal Investigator" Award ging an Maximilian Kasy, der seit 2012 eine Position als Assistant Professor am Department of Economics der Harvard University inne hat. Seine Arbeit widmete sich der Frage, wie man am besten die Fälle für Studien auswählt, beispielweise Patienten für eine klinische Studie. Laut Kasy ist die Zufallsauswahl dabei nicht immer die beste Methode. "Wenn man etwas über die Fälle weiß, dann sollte man diese Information auch nutzen", sagte Kasy. Der Preisträger entwickelte ein Verfahren zur Optimierung der Fallauswahl, wobei er das Optimum darin sieht, den Zufall gänzlich wegzulassen. Kasys Arbeit wird in der Fachzeitschrift "Political Analysis" erscheinen.

Young Scientists

Georg Winter, seit 2013 als Postdoc am Department of Medical Oncology des Dana-Farber Cancer Institute der Harvard Medical tätig, erhielt einen der beiden mit je 7.500 Euro dotierten Preise in der Kategorie "Young Scientists". Seine im Vorjahr in Science veröffentlichte Arbeit bezeichnen die Gutachter als "wichtiger Durchbruch" in der Medikamentenentwicklung, weil die beschriebene Methode den zielgerichteten Abbau krankheitsrelevanter Proteine ermöglicht.
Winter und seine Kollegen entwickelten Moleküle, die spezielle Proteine erkennen und die "zelluläre Müllabfuhr" dazu bringen, diese Proteine abzubauen. Dadurch könne beispielsweise das Tumorwachstum eingeschränkt werden. Georg Winter ist nach Österreich zurückgekehrt und forscht derzeit in Wien am Forschungszentrums für Molekulare Medizin (CeMM) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Der zweite "Young Scientists"-Award geht an Philipp Haslinger, Schrödinger-Stipendiat und seit dem Vorjahr Postdoc am Department of Physics der University of California in Berkeley.
Haslingers in Science veröffentlichte Arbeit bringt laut Gutachten "die wissenschaftliche Suche nach dem Nachweis 'Dunkler Energie' von riesigen Beschleunigern auf den Lasertisch und ermöglicht es damit mehreren Gruppen weltweit, experimentell an diesen Messungen teilzunehmen". Die rätselhafte "Dunkle Energie" wäre eine mögliche Erklärung dafür, dass sich das Universum immer schneller ausdehnt. Wenn es also eine weitere Grundkraft gibt - bisher sind vier bekannt - müsste man sie auch messen können. Diese Messung ist bisher noch nicht gelungen. Philipp Haslinger und seine Kollegen versuchen, mit Hilfe der sogenannten Atominterferometrie die Beschleunigung einzelner Atome extrem genau zu messen.

Pressestimmen:



ASciNA Award 2015

Die ASCINA Preisträger 2015 sind Josef Pradler in der Kategorie „Young Principal Investigator", Anna Obenauf und Gustav Oberdorfer wurden in der Kategorie „Young Scientist" ausgezeichnet. Die Verleihung durch die zuständige Sektionschefin im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Barbara Weitgruber, fand am 7. November 2015 im Anschluss an den „Austrian Research and Innovation Talk" in San Francisco statt.

Foto: v.l.n.r.: Clemens Mantl - Barbara Weitgruber - Josef Pradler - Anna C. Obenauf - Gustav Oberdorfer -Christine Mannhalter - Franz Franchetti
Foto Credit: Jeff Rumans

Junior Principal Investigator:

Josef Pradler, PhD (Johns Hopkins University, Baltimore, MD; nun: Institut für Hochenergiephysik der Akademie der Wissenschaften): “Dark Energy from the String Axiverse”, Physical Review Letters, Dec 2014. Die Arbeit von Dr. Pradler widmet sich der dunklen Materie, und der Frage nach der Ursache der sich beschleunigenden Expansion des Universums.

Young Scientists:

Anna C. Obenauf, PhD (Memorial Sloan Kettering Cancer Center, New York, NY): "Therapy-induced tumour secretomes promote resistance and tumour progression”, Nature, Apr 2015. In ihrer Arbeit konnte Dr. Obenauf Mechanismen der Resistenzentwicklung von Tumoren gegen Chemotherapien beschreiben, sowie im Tierexperiment einen potentiell bahnbrechenden Therapieansatz zur Reduktion der Metastasierung von Tumoren nachweisen.

Gustav Oberdorfer, PhD (Univ. of Washington, Seattle, WA): "High thermodynamic stability of parametrically designed helical bundles”, Science, Oct 2014. Dr. Oberdorfer präsentiert eine neue Methode zur Herstellung von außergewöhnlich stabilen Proteinen zur Anwendung in der Nanotechnologie, welche einen einen Meilenstein im Protein-Design darstellt.