ASciNA Award

Der von ASciNA ausgeschriebene und vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) mit Preisgeldern von 10.000 Euro (Junior Principal Investigator), sowie zwei Mal 7.500 Euro (Young Scientist) dotierte ASciNA Award ist ein Wissenschaftspreis, der ausschließlich an NachwuchsforscherInnen für ihre exzellenten wissenschaftlichen Publikationen vergeben wird, die sie innerhalb der letzten zwölf Monate vor Einreichung veröffentlicht und während eines Aufenthaltes an einer nordamerikanischen Forschungseinrichtung erarbeitet haben. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch den österreichischen Wissenschaftsfonds FWF auf Basis einer internationalen Begutachtung.


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ASciNA Award 2021

Die ASciNA Preisträger 2021 sind Daniela Weiskopf, Astrid Gillich, Peter Asenbaum und Daniela Gandorfer.
Die vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft mit einem Preisgeld von 10.000 Euro (Junior PI) bzw. heuer ausnahmsweise drei mal 5.000 Euro (Young Scientist) dotierten Preise werden vom Netzwerk „Austrian Scientists and Scholars in North America" (ASCINA) ausgeschrieben und durch eine vom Wissenschaftsfonds FWF beschickte internationale Fachjury begutachtet.

Die feierliche Verleihung der Awards durch Bundesminister Heinz Faßmann, FWF Präsident Christof Gattringer und ASciNA Präsident Dietrich Haubenberger fand am 18. September 2021 im Anschluß and den Austrian Research and Innovation Talk (ARIT) in Washington DC statt.

ASciNA Award 2021
Im Bild v.l.n.r: Dietrich Haubenberger, ASciNA Präsident; Simone Poetscher, OSTA; Daniela Weiskopf, Junior PI Awardee; Peter Asenbaum, Young Scientist Awardee; Bundesminister Heinz Faßmann, BMBWF; Astrid Gillich, Young Scientist Awardee; Daniela Gandorfer, Young Scientist Awardee; Christof Gattringer, FWF Präsident

Copyright: Office of Science and Technology Austria - Washington, DC
Courtesy of: Jennifer Heffner/East 27 Creative

Daniela Weiskopf

Daniela WeiskopfIn der Kategorie "Junior PI" wurde Daniela Weiskopf für ihre in Science publizierte Arbeit "Selective and cross-reactive SARS-CoV-2 T cell epitopes in unexposed humans" ausgezeichnet.

Daniela Weiskopf absolvierte ihr Masterstudium im Bereich Mikrobiologie und Immunologie and der Universität Innsbruck, und ihr Doktorat and der Medizinuniversität Innsbruck.
Seit 2009 ist sie am kalifornischen La Jolla Institute for Immunology tätig, seit 2020 als Research Assistant Professor. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Verständnis der T-Zell Reaktion auf virale Pathogene, bzw. der Arbeit mit Viren, die für die menschliche Gesundheit relevant sind.
Die ausgezeichnete Arbeit widmet sich der mögliche Rolle der T-Zellen in der menschlichen Immunantwort auf das SARS-CoV-2 Virus.

In der Kategorie "Young Scientist" entschied die Jury aufgrund der hohen Leistungsdichte dieses Jahr drei Preise anstatt der üblichen zwei Preise zu verleihen.

Peter Asenbaum

Peter AsenbaumPeter Asenbaum studierte Physik an der Universität Wien und schloss 2014 sein Doktorat am Doktoratskolleg Complex Quantum Systems der Universität Wien ab.
Nach einem Forschungsaufenthalt am Department of Physics an der kalifornischen Stanford University kehrte er nach Österreich zurück. Derzeit forscht er als Post-Doc am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in der Gruppe von Markus Aspelmeyer.

Die mit dem ASciNA Award ausgezeichnete Arbeit "Atom-Interferometric Test of the Equivalence Principle at the 10-12 Level" erschien 2020 in Physical Review Letter. Peter Asenbaum beschäftigt sich mit der Frage, ob die Schwerkraft lokale Messungen beeinflusst. Das Äquivalenzprinzip (EP), besagt, dass alle gravitativen Effekte lokal verschwinden und ist die Grundlage der allgemeinen Relativitätstheorie und anderer geometrischer Gravitationstheorien. Die meisten theoretischen Vereinigungsversuche, die die Schwerkraft an das Standardmodell koppeln, führen zu EP-Verstößen. Asenbaum und Kollegen berichten jedoch von einem Versuch mit einem atominterferometrischen Test, der auf dem 10-12 Niveau im Einklang mit der Null-Verletzung des EP steht, und somit eine deutliche Verbesserung gegenüber den bisherigen EP-Tests mit Qauntenzuständen darstellt.


Daniela Gandorfer

Daniela GandorferDaniela Gandorfer studierte Germanistik und Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Sie absolvierte ein Master -und Doktoratsstudium in vergleichender Literaturwissenschaft an der Princeton University, das sie auch an die kalifornische Universität Berkeley führte, wo sie bei Judith Butler studierte.
Derzeit absolviert Gandorfer eine Post-Doctoral Fellowship and der kalifornischen UC Santa Cruz, wo sie mit der Quantenphyskerin und Philosophin Karen Barad arbeitet. Sie ist Gründerin und Co-Direktorin des Logische Phantasie Lab, einem interdisziplinären Forschungsinstitut, das sich der umfassenden Untersuchung rechtlicher und sozialer Ungerechtigkeiten widmet.

Das mit dem ASciNA Award ausgezeichnete Manuskript "Matterphorics: On the Laws of Theory" erschien bei Duke Universty Press. Es artikuliert eine Theorie- und insbesondere Rechtstheorie, die sich eng mit den komplexen materiellen und diskursiven Verschränkungen von normativen Systemen mit wissenschaftlichen und philosophischen Interpretationen der Welt auseinandersetzt. An der Schnittstelle von Rechtstheorie und Wissenschafts- und Technologiestudien, insbesondere Quantenphysik und Kryprotechnologien (Blockchain), zeigt Gandorfer zudem die ethische Dringlichkeit der Entwicklung eines neuen Rechtsdenkens vor dem Hintergrund sich rapide entwickelnder Formen der „tech-governance“ und deren Potential für soziale und materielle Ungerechtigkeiten auf.


Astrid Gillich

Astrid GillichAstrid Gillich absolvierte das Studium der Bodenkultur in Wien, und absolvierte das Doktorat in Stammzellbiologie an der University of Cambridge. 2012 ging sie an die Stanford University, wo sie erst als Postdoctoral Researcher, und dann als Research Scientist an der Stanford University School of Medicine wirkte.
Seit 2021 ist Astrid Gillich Principal Inverstigator bei Calico Life Sciences in San Francisco, wo sie ein Labor zur Erforschung von Gewebe-, Alterungs- und Krankheitsbiologie in Lunge und/oder Gefäßsystem leitet.

Die ausgezeichente Arbeit „Capillary cell-type specialization in the alveolus“ erschien im Nature Magazin. Sie zeigt, dass die Kapillargefäße der Lungenbläschen aus zwei Zelltypen aufgebaut sind. Ein Zelltyp ist auf den Gasaustausch spezialisiert, der zweite Zelltyp ist eine Stammzelle, die für die Erneuerung der Blutgefäße sorgt. Ein besseres Verständnis der Rolle der Kapillarzelltypen bei der Entstehung von Lungenkrankheiten könnte zur Entwicklung von Behandlungsmöglichkeiten und Strategien zur Reparatur der Blutgefäße führen.